Bremer Ratskeller
600 Jahre Tradition, 650 Sorten deutscher Wein, große Halle mit Prunkfässern und Säulen; Gewölbe, Bremer Spezialitäten, "köstliches Rathaus-Fundament".
Der Bremer Ratskeller beeindruckt seine Besucher sowohl mit seinem äußeren Erscheinungsbild wie seinen Inhalten. Unter dem Deckengewölbe werden Bremer Spezialitäten serviert, wer mag zieht sich zurück in eines der Separés, die hier Priölken genannt werden und nur geschlossen werden dürfen, wenn mehr als zwei Personen Platz genommen haben.
Übrigens wussten auch einige bekannte Persönlichkeiten den Bremer Ratskeller zu schätzen: Heinrich Heine ließ sich hier zu einem Gedicht inspirieren und Wilhelm Hauff verfasste seine Novelle "Phantasien im Bremer Ratskeller" an Ort und Stelle.
Dass der Ratskeller auch "köstliches Rathaus-Fundament" genannt wird, verdankt er den Weinen, die im Restaurant serviert werden, genauso wie denen, die im Weinkeller lagern. In der "Schatzkammer" werden besonders edle Abfüllungen gelagert und im Rosekeller schlummert Deutschlands ältester Fasswein.
Der älteste deutsche Fasswein lagert im Bremer Ratskeller
Tief im historischen Bremer Ratskeller, unter dem 600 Jahre alten Rathaus (UNESCO Welterbe) – abgeschieden von Licht und Luftzug – lagern die ältesten Fassweine Deutschlands und dürfen ungestört reifen. In dem nur durch Kerzen beleuchteten Raum kann man durch den Geruch von Fass und Wein schon beim Eintritt die jahrhundertealten Gaumenfreuden erahnen. Unter einer gemalten Rose findet der Besucher das Herz des Kellers, das Rosefass. Darin der berühmte Rosewein, ein Rüdesheimer aus dem Jahrgang 1653.
Der Name Rosewein stammt übrigens nicht von der rosigen Farbe des Weines. Damals wurde ein qualitativ hochwertiger Wein nach der schönsten Blume, der Rose, benannt. Auch noch heute ist der Wein trinkbar. Aufgrund seines unschätzbaren Wertes wird hiervon allerdings nur noch sehr selten Gebrauch gemacht. Ausschließlich der Kellermeister und der jeweilige Bremer Bürgermeister dürfen ihn probieren. Von ihrem Vorrecht haben die hohen Herren allerdings schon lange keinen Gebrauch gemacht, um den edlen Tropfen so lange wie möglich zu bewahren. Die englische Königen Elizabeth II. kostete bei Ihrem Staatsbesuch in Bremen 1978 jedoch einen Fingerhut voll. Wie es geschmeckt hat, ist nicht überliefert, allerdings dürfte ein feines Sherryaroma ihren Gaumen gekitzelt haben, denn nach klassischem Rotwein schmeckt der Rüdesheimer wohl nicht mehr.
Öffnungszeiten
Restaurant: täglich 11-24 Uhr
Verkehrsverbindungen
Straßenbahn: 2,3
Stopp: Obernstraße







